Seiten

Clemenswerth

 Der Mensch muss mal Pause haben vom Umziehen und auch mal raus aus der Bude. Zum Spazierengehen waren wir zu kaputt. Und kennen uns noch nicht aus. Also los mit dem Auto zu einer bekannten Sehenswürdigkeit, die zwar auch geschlossen ist, aber eine hübsche Außenanlage hat. 

Es hat sich gelohnt. Clemens August, Herzog von Bayern, Fürstbischof mehrerer Bistümer, absolutistischer Herrscher, hat da ein sehemswertes Jagdschloss hingestellt. Wir denken, die sternförmigen Bahnen waren dafür gemacht, das Wild vor die Flinten der Gäste zu treiben. Das wurde nirgends erwähnt. soll den Besucher nicht verstören.
















Lingen an der Ems, zweites Adventswochenende mit Corona

Eine verbogene Brille sollte gerichtet werden. So kam ich in den Genuss des Wochenmarktes und einer Fußgängerzone, die sicher zu normalen Zeiten drangvoll war. Jetzt gab es Menschen, Platz dazwischen.

Da in der Stadt bedauerte ich zum ersten mal, dass Museen, Kinos, Cafés, Theater geschlossen sind. In meinem Dorf, in unserem Haus, wo immer noch ausgepackt und eingeräumt wird, fällt mir das gar nicht auf.




 

Umzug ins Emsland

 Am 27. Oktober sind wir von Hamburg weg ins Emsland gezogen. Es verlief ohne echte Pannen, mit erträglichem Stress. Hier ging es sofort weiter mit Renovieren, das ist noch im Gang, wird umfangreicher als anfangs gedacht, dafür aber richtig schön. Es ist toll, ein Haus mit Garten zu haben, Platz zum sich ausbreiten, jederzeit ins Freie zu gehen, dazu die Stille, die sternenklare Nacht, und die Wildgänse.







Travemünde

 Heute gab’s etwas goldenen Oktober, mit Ausnahme der Temperatur, die blieb bei 10 Grad. Aber schönes Licht, fluffige Wolken. Spontaner Plan: wir fahren nach Travemünde. Trotz Freitag und Herbstferien und Staus auf der A1. Die konnten wir auf Landstraßen umfahren.

Es wimmelte von Touristen in Travemünde, schon etwas besorgniserregend wegen der rasant steigenden Infektionszahlen. Viele saßen tapfer im Freien und aßen ihre sicher blitzschnell erkaltenden Speisen. Wir gönnten uns jeweils ein  Fischbrötchen im Stehen, verzichteten wegen der Warteschlange auf die von der legendären Fischräucherei.

Es begegneten uns auf der Trave an großen Pötten ein leeres Containerschiff und eine Fähre der Stena Line. Den  Besuch im Café ganz oben im Hotel Maritim strichen wir auch, besuchten dann aber das Café Marleen, was sich als glückliche Wahl herausstellte, dort war eine sehr angenehme, gastfreundliche Atmosphäre und genug Abstand.

Für die Rückfahrt war die Autobahn staufrei, so waren wir schnell wieder zuhause.











Hamburg, Kaltehofe



 Ein Herbstausflug, auch um das neue Navi auszuprobieren. Wir starteten in den aufkommenden Regen hinein, kalt wars auch. Aber dann wurde es ein so schöner Spaziergang auf der Elbinsel. Ein grünes, ruhiges Fleckchen inmitten von Industrieanlagen, Hafen, Elbbrücken.

Und als Glücksmoment Kraniche! Seit ich weiß, wie sie klingen, auch wenn sie in der Luft sind, sie halten nie den Schnabel, werde ich durch die Töne aufmerksam. Und da flogen sie! Genau nach Süden, langsam, fast ohne Flügelschlag. Mitten in Hamburg!







Lingen/Ems

 In Osnabrück haben wir uns wiedervereinigt. Ich konnte noch einen Blick in die Innenstadt werfen, gar nicht so schlecht.


Und Lingen desgleichen.





Nach links oben

 Die 550 Kilometer schreckten mich, deshalb legte ich noch eine Übernachtung ein, was sich als erleichternd erwies. Am 3. Oktober war das Wetter bis mittags strahlend, die Straßen leer, die Fahrt auf Bundesstraßen traumhaft.

Ein kurzer Halt in Homberg/Efze, da ging’s los mit Wind und Regen. Das Land der Gebrüder Grimm, voller romantischer Fachwerkhäuser.




Und nicht weit davon mein Schlosshotel. Eine gute Wahl, die als Zwischenstop in der Mitte Deutschland wiederholt werden kann.







Kronach mal wieder

 Und wenn ich da im Emsland Sehnsucht nach 3D bekomme, kann ich immer nach Kronach und in den Frankenwald fahren. So eine schöne Landschaft!







Staffelstein

 Ich war in der Obermaintherme. Ein sehr weitläufiger, etwas unübersichtlicher Badebereich. Nicht einfach, den Corona-Sicherheitsabstand von 1,50 m zu anderen Badegästen zu halten. Ich habe mich trotzdem wohlgefühlt, nicht unsicher. Es gibt da ein Solebecken  mit 12 % Salzgehalt. Man badet im Jurameer, das aus der Tiefe heraufgepumpt wird, ein schöne Vorstellung. Bei der Salzkonzentration taucht man immer noch ein. Bisher habe ich nur in Luisenhall erlebt, dass man wie im Toten Meer auf dem Wasser liegt.

Kein Foto von der Therme. Danach war ich kurz im Ort, bei einem Holzofenbäcker. Hätte am liebsten alles dort probiert. Bin gespannt, ob sein Brot an mein selbstgebackenes herankommt.



Kenzingen Umgebung

 Als ob ich nie weggewesen wäre. Ich kenne mich aus, klar nach 27 Jahren. War viel unterwegs in den zwei Tagen, habe Lieblingsorte besucht, vor allem  nochmal in «  meinem « See gebadet.

Endingen

Kenzingen

 Noch mehr Abschiednehmen. Diesmal war ich nicht so traurig, als ich vieles zu letzten Mal machte. Und es gibt Menschen, die mich zwar mit guten Wünschen verabschieden, aber bedauern, dass ich gehe. 

Mein zerstörtes Zuhause macht mir weiterhin ungute Gefühle, zumal es keinerlei Fortschritt in der Wiederherstellung gibt. Wenigstens wurden im Nachbargebäude Schutt und verbranntes Holz entfernt. Es ist jetzt eine gesäuberte Ruine.







Lauenburg /Elbe

 Hier waren wir dies Jahr schon mehrfach. Wegen Corona nicht am Elbstrand in Hamburg, deshalb Elbstrand hier, wo weniger Menschen sind. Die Stadt scheint einzuschlafen, immer mehr geschlossene Geschäfte und Lokale. Dabei ist sie so sehenswert.