Seiten

Dicke Linde Heede

 April und Mai war das Wetter rekordverdächtig kalt und nass, so dass keine Lust zum Ausfliegen aufkam.  Man war wegen Corona auch  immer noch sehr eingeschränkt. Die Vegetation hat sich dennoch, langsam und mit Verspätung, prächtig entwickelt. 

Vor einer Woche kam die Sonne heraus, der Wind ließ nach, die Temperatur näherte sich den 20 Grad. Und ich schnappte irgendwo auf, dass gar nicht weit von hier die älteste Linde Deutschlands steht. Mindestens 600 Jahre alt soll die 1000jährige Linde sein. Wir wohnen hier nah einer Lindenallee, die so wunderschön hellgrün ausgetrieben hat. Beste Zeit, die dicke Lind zu besuchen.

Gesagt getan.









                                                                                       

Haren

 Noch immer ist wenig Sightseeing.möglich. Es ist auch wieder zu kalt zum Radfahren. Diese Woche waren wir in Lingen, das hat mich schon beinah überfordert, so sehr bin ich des Stadtlebens entwöhnt, auch wenn es heruntergefahren ist. 

Heute waren wir in Haren, am Schiffahrtsmuseum, natürlich auch geschlossen, aber die Museumsschiffe sind schön zu sehen. Die Innenstadt ist nicht schlecht, aber eben auch ausgestorben. Es gibt da eine mächtige Kirche, Dom genannt, die Schiffer müssen mal goldene Zeiten erlebt haben, dass sie das bauen konnten. 







Frühling

 Die arktische Periode ging so schnell wie sie gekommen war und machte den Weg frei für den Frühling. Hier im Nordwesten war es bis 18 Grad warm, der Garten zeigte Schneeglöckchen und Krokusse, inzwischen taucht jeden Tag ein neuer Sproß auf. 

Das Verwelkte, Erfrorene, Vorjährige wird beseitigt, geschnitten, gerupft, gerecht. Der Garten ist für mich eine Wundertüte, ich weiß nicht, was da wächst. Ich mache mich schlau in Büchern und im Internet. Es ist anstrengend, macht aber Spaß. 


Winter


Seit über einer Woche wurde gewarnt vor Schneemassen, Sturm und Kälte, nun auch bei uns. Und es kam! Pünktlich wie vorhergesagt am Samstag, was größeres Verkehrschaos erstmal verhinderte. Das wurde am Montag nachgeholt. Der Schnee breitete sich auf ganz Mitteleuropa aus, sogar in der Bretagne schneite es. Wir blieben schön zuhause, im Warmen, gut versorgt mit Lebensmittelvorräten.

Seit vorgestern scheint die Sonne auf den Schnee, nachts ist es klirrend kalt. 








Nebelbogen


 Gestern gesehen, dachte: komischer Regenbogen, ohne Regen, ohne Farben. Eine Freundin wusste, dass das ein Geisterregenbogen ist.




Megalithkultur im Emsland


 

Kirche

 Was für eine Überraschung: im Vorbeifahren dieses eigenartige Bauwerk entdeckt, umgedreht, aus der Nähe betrachtet: eine noch im Bau befindliche Holzkirche der rumänisch-orthodoxen Kirche in Deutschland nach historischen Vorbild in Rumänien.





Silvester






 

Clemenswerth

 Der Mensch muss mal Pause haben vom Umziehen und auch mal raus aus der Bude. Zum Spazierengehen waren wir zu kaputt. Und kennen uns noch nicht aus. Also los mit dem Auto zu einer bekannten Sehenswürdigkeit, die zwar auch geschlossen ist, aber eine hübsche Außenanlage hat. 

Es hat sich gelohnt. Clemens August, Herzog von Bayern, Fürstbischof mehrerer Bistümer, absolutistischer Herrscher, hat da ein sehemswertes Jagdschloss hingestellt. Wir denken, die sternförmigen Bahnen waren dafür gemacht, das Wild vor die Flinten der Gäste zu treiben. Das wurde nirgends erwähnt. soll den Besucher nicht verstören.
















Lingen an der Ems, zweites Adventswochenende mit Corona

Eine verbogene Brille sollte gerichtet werden. So kam ich in den Genuss des Wochenmarktes und einer Fußgängerzone, die sicher zu normalen Zeiten drangvoll war. Jetzt gab es Menschen, Platz dazwischen.

Da in der Stadt bedauerte ich zum ersten mal, dass Museen, Kinos, Cafés, Theater geschlossen sind. In meinem Dorf, in unserem Haus, wo immer noch ausgepackt und eingeräumt wird, fällt mir das gar nicht auf.




 

Umzug ins Emsland

 Am 27. Oktober sind wir von Hamburg weg ins Emsland gezogen. Es verlief ohne echte Pannen, mit erträglichem Stress. Hier ging es sofort weiter mit Renovieren, das ist noch im Gang, wird umfangreicher als anfangs gedacht, dafür aber richtig schön. Es ist toll, ein Haus mit Garten zu haben, Platz zum sich ausbreiten, jederzeit ins Freie zu gehen, dazu die Stille, die sternenklare Nacht, und die Wildgänse.







Travemünde

 Heute gab’s etwas goldenen Oktober, mit Ausnahme der Temperatur, die blieb bei 10 Grad. Aber schönes Licht, fluffige Wolken. Spontaner Plan: wir fahren nach Travemünde. Trotz Freitag und Herbstferien und Staus auf der A1. Die konnten wir auf Landstraßen umfahren.

Es wimmelte von Touristen in Travemünde, schon etwas besorgniserregend wegen der rasant steigenden Infektionszahlen. Viele saßen tapfer im Freien und aßen ihre sicher blitzschnell erkaltenden Speisen. Wir gönnten uns jeweils ein  Fischbrötchen im Stehen, verzichteten wegen der Warteschlange auf die von der legendären Fischräucherei.

Es begegneten uns auf der Trave an großen Pötten ein leeres Containerschiff und eine Fähre der Stena Line. Den  Besuch im Café ganz oben im Hotel Maritim strichen wir auch, besuchten dann aber das Café Marleen, was sich als glückliche Wahl herausstellte, dort war eine sehr angenehme, gastfreundliche Atmosphäre und genug Abstand.

Für die Rückfahrt war die Autobahn staufrei, so waren wir schnell wieder zuhause.