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Lindenbrunnenhof in Forchheim

Seit Jahren unsere Lieblingsadresse für den Gemüsekauf. Nicht nur wegen immer bester  Qualität von Gemüse, Kartoffeln und Früchten, sondern auch wegen der steten Freundlichkeit und guten Laune von Christa und Otmar Binder, die sich mit zunehmender Prominenz und TV-Präsenz nicht verändern. Letzten Sonntag war mal wieder Hoffest.











Neuried-Ichenheim: LöwenArt 2012

3. Auflage des Kunst-und Musikfestivals. Vor zwei Jahren wusste ich noch nichts davon, voriges Jahr regnete es den ganzen Tag, ich blieb zuhause. Heute regnete es nur in Schauern, also nichts wie hin. Der Löwen ist ein ehemaliges Dorfgasthaus mit Saal, das heute von einem Kulturverein bewirtschaftet wird. Das Festival bietet: Künstlermarkt, Kinderzirkus, Musik im Festsaal und Bewirtung. Alles vom Feinsten, wie ich heute feststellte. Die Musik, die aus den Fenstern klang, zog mich in den Saal. Die bretonische Gruppe "La Gargote" heizte dem begeisterten Publikum mächtig ein. Ich war, wie fast alle, hin und weg, habe mir im Anschluss gleich die CD gekauft, um diese Stimmung mit nach Hause zu nehmen.

La Gargote, hier noch auf der Bühne



Das Finale


Gaststube



Nach dem Konzert


Flohmarkt in Breisach

Der größte Flohmarkt und einer der schönsten in der Gegend. Immer im Juli, beschattet von  Bäumen. Gestern hatte ich mich zu entscheiden: zeitgleich fand der ebenfalls charmante Flohmarkt in der Altstadt von Ettenheim statt. Aber da war ich schon mehrfach, in Breisach erst einmal. Vier Stunden brauchte ich für die Marktanalyse. Trotz mancher Versuchungen blieb ich einigermaßen standhaft gegen all die Dinge, die die Welt nicht braucht.



Heimweg durch und über den Kaiserstuhl, hier bei Bickensohl


Adler-Mühle, Bahlingen

Bahlingen feierte 1250. Geburtstag. Naja, eng darf man das nicht sehen mit der Geburtsstunde, das hat sich herumgesprochen. Aber gefeiert wird, auch in anderen Orten, die in derselben Urkunde genannt sind.
Der zweite Feier-Tag war verregnet. Ich kam erst gegen Abend hin, alles war pitschnass, der Besuch spärlich. Am meisten los war in der Adler-Mühle, wo ich endlich das Mahlen besichtigen konnte, nicht nur kaufen: Mehl und Müsli und was da sonst Verlockendes angeboten wird .






Schwarzwald at it's best; Goldschläg-Wasserfälle und Karlsruher Grat

Der Tag erschien günstig: warm, aber nicht zu warm, klare Sicht, zuvor einiger Regen (wichtig wegen der Wasserfälle). Also los auf Wanderung, mit eventueller Kletterpartie. Start nahe Ottenhöfen im Schwarzwald.






Die Tour begann vielversprechend mit Wasserfällen, hochromantisch in enger Klamm, viel Grün, schöne Lichtspiele. Man steigt auf Treppen steil bergan, wir haben uns viel Zeit gelassen zum Schauen und Fotografieren, so kamen wir nicht außer Atem.


Mein Wunschgedanke, hier wenig Menschen zu begegnen, erfüllte sich zu Beginn. Dann kamen sie doch, in Maßen, aber eine laut schnatternde Gruppe war auch dabei, die wir immer wieder kreuzten. Trotzdem: im Vergleich zu anderen Orten im Schwarzwald war es ruhig.



Tierische Begegnungen


So eine einladende, gut gefüllte Selbstbedienungs - Getränkestation, im fließenden Wasser gekühlt, habe ich noch nie angetroffen. Spricht für ehrliche Wanderer und gastfreundliche Bewohner.



Der erste Teil vom Karlsruher Grat. Hier kann man noch vorbeilaufen.Kurze Zeit später muss man sich entscheiden: Kletterpfad oder Fußweg unter halb der Felsen. Oder man macht es wie H., der eigentlich nicht kraxeln wollte, aber auch dem Fußweg nicht traute und sich deshalb mehrfach im Fels verstieg, während ich oben den Grat entlang turnte. Es geht, auch wenn man nicht mehr ganz gelenkig ist. Der Porphyr ist sehr fest, durch die stufige rauhe Oberfläche findet man immer Halt und Tritt. Beide Hände frei braucht man allerdings schon, daher kam die Kamera in den Rucksack.



Wir landeten an unterschiedlichen Punkten. Überraschenderweise funktionierte in der Höhe der Handyempfang recht gut, so dass wir uns zumindest verständigen konnten. Ich lief den Weg durch die Wasserfälle zurück zum Parkplatz, H. das benachbarte Tal nach Ottenhöfen. Abgekämpft waren wir beide. Aber auch stolz.






Bad Gandersheim

Auf der Autofahrt zwischen den zwei Wohnsitzen Hamburg und Breisgau, 750 Kilometer Autobahn mit immer zahlreicher werdenden Baustellen, sind Pausen dringend notwendig fürs Wohlbefinden. Manchmal sind wir auch schon von der Autobahn geflüchtet und haben uns auf hessischen oder niedersächsischen Landstraßen verirrt, Landschaften und Dörfer gesehen, die unter anderen Umständen entzückt hätten..........
Gestern war der erste Stau, kaum dass wir gestartet waren, auf der Stadtumfahrung Hamburg. Der Ausweg: die Süderelbe entlang durch die Vierlande, plötzlich ganz ländlich, dann mit der Elbfähre übersetzen, was immer ein Vergnügen ist. Von da durchschlagen bis zur A7, weiter ohne Stau.




Zeit hat es natürlich gekostet, aber besser als zwischen Autos stehen. Später ein Abstecher nach Bad Gandersheim. Wir haben nur das Stadtzentrum mit Stiftskirche und Marktplatz besichtigt. Eine Menge Jugendlicher in grünen T-Shirts bereiteten sich aufs Theaterspielen vor, die eigentliche Festspiele beginnen erst Ende Juni. Die Stiftskirche ist eine sehr alte Gründung, erste Weihe war 881. Die mir dem Namen nach bekannte Roswitha von Gandersheim lebte ungefähr von 935 bis 975 als Stiftsdame oder Kanonissin (das Wort gefällt mir unheimlich gut). Das Städtchen war den Abstecher wert, wirkte etwas "retro", auch das Café, wo ich die Geschirrsammlung im Fenster fotografiert habe.









NordArt, Carlshütte, Büdelsdorf

Heute war das Wetter mal so freundlich, ein paar wärmende Sonnenstrahlen zwischen die Regenwolken einzublenden, so dass wir den Mut fassten, die rund 120 Kilometer im Auto Richtung Rendsburg zu bewältigen, um die NordArt 2012 anzuschauen.
Es hat sich gelohnt, wir sind tief beeindruckt, voll mit visueller Nahrung und ziemlich erschöpft nach der Rückkehr.
Das Ambiente der ehemaligen Eisengießerei ist wunderbar, die riesengroße Ausstellung in den früheren Werkshallen sehr gut komponiert. Die Raumgröße, die Rauhigkeit der Umgebung sind ein toller Rahmen für große Bilder und Skulpturen, durch Kabinette werden auch kleinere und zartere Objekte nahegebracht.
Für den Skulpturenpark fehlte uns trotz "Restauration" im ebenfalls gelungenen Ausstellungscafé die Kraft, ihn haben wir nur oberflächlich gestreift, er schien uns weniger beeindruckend als die indoor-Ausstellung. Vielleicht waren wir schon an unserem Aufnahme-Limit angekommen.
Ich empfehle den Besuch dringendst, die Ausstellung hat gerade eben begonnen, ist noch bis Ende September geöffnet, immer Mittwoch bis Sonntag.