Seiten

Freiamt - Wintereinbruch Ende Oktober

Vor einer Woche hatten wir noch Altweibersommer, vor zwei Tagen einen milden Herbst, gestern kam die angekündigte Polarluft zu uns. Hier im Tal 20 Stunden Schneeregen, Wetter zum Daheimbleiben. Heute immer noch wenig über dem Gefrierpunkt, aber trocken, wolkig mit Aufheiterungen. Mal schauen, wie es 200 Höhenmeter weiter oben aussieht. Zudem haben wir einen Gast, der noch nie im Leben Schnee gesehen hat.
Schon bald ist erster Schnee auf den Waldhügeln auszumachen. Was auch für mich ein neuer, faszinierender Anblick ist: Schnee auf belaubten, herbstgefärbten Bäumen. Unser Gast ist aus dem Häuschen.




 Weil das heute schon sehr an Weihnachten erinnerte, auch deshalb weil es am Tag nach der Umstellung auf Winterzeit schon so früh dämmerte, fiel der Blick auf die Misteln.
Burgruine Landeck, die Burg-Kapelle

Baden-Baden












Gruß vom' ;-) Mummelsee

Nun ist der Oktober doch noch warm und golden geworden, da ist ein Ausflug geradezu notwendig. Das fanden außer uns auch viele andere Menschen, die wir unterwegs trafen, zum Beispiel auf der Schwarzwaldhochstraße. Ein Stopp am Mummelsee ist ebenfalls obligatorisch, um die Schrecken des kommerziellen Schwarzwaldtourismus zu besichtigen. Hier ist eine Auswahl.




Der unglaublichste Deppenapostroph von allen!




Waldkirch

Sonntagnachmittag in diesem nicht goldenen Oktober, wolkenverhangen, aber trocken. Irgendwas könnte man doch unterhehmen..........in Waldkirch ist heute was los. Und zwar einiges: Offene Geschäfte, Markt, viele Menschen, viele Ess- und Trinkbuden. Sekt scheint sehr begehrt, und Crèpes. Das wohnliche Städtchen leuchtet in Herbstfarben.

Hirschenbräu. Wenn wir nicht auf Parkplatzsuche hierhergeraten wären, hätten wir es nicht entdeckt, dieses wunderbare Brauereischlösschen mit Biergarten unter Kastanienbäumen. Wäre sehr schade gewesen!



Kastelburg, bleibt noch zu entdecken.


Waldkirch ist berühmt wegen seiner Orgeln. Große Jahrmarktsorgeln und auch Drehorgeln.



Waldkirch-Kollnau. Die ehemalige Spinnerei ist heute Sitz verschiedenster Firmen, ein lebendiges Industriedenkmal.


Herbst


Sainte Marie aux Mines - Patchwork bis zum Umfallen

Nach Jahren der Abstinenz wollte ich  sehen, wohin sich die europäische Patchwork - Szene  entwickelt hat.
Inzwischen sind es an die 25 Ausstellungsorte, dazu eine Verkaufsausstellung, die schwindlig macht ob der Überfülle von Niedlichkeiten und einigen handfesten Werkzeugen. Viele sachverständige Damen gesetzten Alters (so wie ich) waren unterwegs, einige begleitende Männer wirkten teils gequält, teils enthusiastisch.
Vor Jahren war ich befremdet über die befreite Auflösung von Form und Material. Damals meinte ich, dass ein Quilt eine Decke sein sollte mit praktischem Nutzen. Später gefiel mir das Freie, die Kunstform ohne Nutzanwendung. Und diesmal fand ich, dass das meiste gezeigte zurückmündet in  traditionelle Muster und Materialien, eigenartig.


Sainte Marie aux Mines ist ein besonderer Ort: ehemals wohlhabend durch Silber-Bergbau, dann durch Webereien, alles vergangen. Zu sehen sind prächtige Fabrikantenvillen von 1900, unbewohnt, mit dekadentem Charme. Durch mehre Messen, Mineralien, Mode und Stoffe, und eben Patchwork, kommen wieder Menschen und wohl auch Geld in den Ort, der sich allmählich wiederbelebt.


Ein kleiner Ausschnitt......




Und dann gibt es da noch die Mennoniten, die mal im Tal lebten, dann nach Amerika auswanderten und seither Amish People heißen. Die sind berühmt für ihre Quilts, und mit einer Ausstellung darüber begann die Tradition der Patchworkausstellungen. Es gibt immer einen Teil, der sich mit den Amish und ihrer Lebensweise beschäftigt.
Hier hieß es: von der Wäscheleine zum zukünftigen Patchwork.

Hammerschmiede im Muckental. Tag des offenen Denkmals

 Hier war bis vor ein paar Jahren eine von uns sehr gemochte Gaststätte, ein Biergarten, der an heißen Abenden die schönste Sommerfrische war, zwischen Bach und Mühlrad.Leider verunglückte der Wirt mit dem Motorrad. Seither fahren wir immer voller Hoffnung auf eine Neueröffnung hier vorbei und bedauern den Stillstand.
Die Hammerschmiede, die dem Gasthaus den Namen lieh, gibt es seit 1867, seit 1880 ist sie im Besitz der Familie Feißt. Die Schmiede war bis 1967 im Betrieb. Nach einem Hochwasser 1987 war sie stark beschädigt, wurde vom heutigen Eigentümer nach und nach wiedererstellt, zu einem kleinen Museum, das voll betriebsfähig ist.
 Die Schmiedezunft des Landkreises Emmendingen zeigte heute, was sie und die Hammerschmiede handwerklich drauf haben.



Das von einem Wasserrad angetriebene Hammerwerk

und sein Ölkännchen

Hier schmieden drei Mann das Eisen......

Eins von drei Wasserrädern



handgeschmiedete Messer und Werkzeuge

Das größte der Wasserräder, das auch Strom erzeugt

Nürnberg

Gestern schloss die Dürer-Ausstellung. Die Besucherzahlen stiegen nochmal, die Wartezeit überstieg vier Stunden.......nichts für mich, ich habe den Besuch der Ausstellung gestrichen. Nürnberg war auch so eine Reise wert

Kaiserburg








der Schöne Brunnen

Studentenwohnheim


Zeppelintribüne, Reichsparteitaggelände. Erhalten oder verfallen lassen?



Kongresshalle von 1938

Nebenan ist Volksfest